Donnerstag, 17. September 2015

Rezension: "Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt" - Nicola Yoon

entnommen bei dressler-verlag.de



Titel: Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt
Autor: Nicola Yoon
Genre: Romance, Drama
Verlag: Dressler
Seiten: 336
Preis: 16,99€ (HC) / 13,99€ (eB)


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Die Beschreibung:
Am Anfang war ein Traum. Und dann war Leben! Wenn ihr Leben ein Buch wäre, sagt Madeline, würde sich beim Rückwärtslesen nichts ändern: Heute ist genau wie gestern und morgen wird sein wie heute. Denn Madeline hat einen seltenen Immundefekt und ihr Leben lang nicht das Haus verlassen. Doch dann zieht nebenan der gut aussehende Olly ein - und Madeline weiß, sie will alles, das ganze große, echte, lebendige Leben! Und sie ist bereit, dafür alles zu riskieren. So hat man die Liebe noch nie gelesen!
Die Rezension:
Vielen Dank an den Dressler Verlag für das Rezensionsexemplar!

Der Einstieg hat mir ganz gut gefallen. Es ist merkwürdig, etwas beklemmend, durch das viele weiß und auch interessant, durch Maddys Gedanken. Man wird vor viele Fragen gestellt und in eine komische Situation geworden. 
Maddy ist schwerkrank und darf das Haus nicht verlassen. Das Haus wurde extra für sie umgebaut mit Luftfiltern und allerhand Schnickschnack, zudem gibt es auch eine Luftschleuse für die seltenen Besucher und die Krankenschwester. Letztere kommt jeden Tag, um sich um Maddy zu kümmern und zu prüfen, ob Maddy noch lebt. Nicht nur was ihre Krankheit angeht, sondern auch ihren Gemütszustand betreffend. Sicher kann sich jeder vorstellen, wie ermüdend und einsam es sein muss, wenn man das Haus nicht verlassen und kaum Kontakt zur Außenwelt haben darf. 

Dann zieht Olly gegenüber ein. Ein komischer Junge in einer komischen Familie. Maddy beobachtet ihn. Sie hat dabei beinahe etwas von einer Stalkerin. Aber die Nachbarn sind die einzige Ablenkung seit einer langen Zeit, wie kann sie sie nicht beobachten? Olly ist ihr ein Rätsel, er ist einfach anders. Sie will unbedingt mehr über ihn erfahren. 

Bald schreiben die beiden miteinander. Sie lernen sich kennen und so bekommt auch der Leser mehr von den beiden mit. Maddy bekommt durch ihn auch mehr Facetten, da sie mehr aus sich rauskommt und sie so auch aus dem immergleichen Umfeld herausgerissen wird. 
Die Chats zwischen den beiden fand ich immer ganz lustig und habe sie förmlich aufgesaugt. Ich habe daraufhin gefiebert, dass sie sich treffen und dass Maddy endlich irgendwie nach draußen kann. 

Gestört hat mich ein bisschen, dass nicht ganz klar war, was Maddy jetzt eigentlich hat. Vielleicht (oder wahrscheinlich?) habe ich es irgendwie überlesen. Zumindest kam es mir so vor, als ob recht häufig drumherum geredet wurde und es meist nur hieß, dass sie todkrank ist. Das war für mich merkwürdig, aber vielleicht ist es mir wirklich nur durch die Lappen gegangen. 

Schön fand ich die kreativen Ideen beim Layout. Ein paar Sachen kannte ich schon, andere dafür nicht. Es war echt cool und vielfältig gestaltet und hat einen manchmal auch gefordert. Mit viel Liebe zum Detail wurden hier Skizzen, Illustrationen und Notizen eingebracht. Das war ziemlich niedlich, hat aber auch super zu Maddy gepasst!

Der Stil hat mir ebenfalls gefallen. Er ist recht locker und leicht und man ist echt in einem Schwung mit dem Buch durch. Dabei werden die Figuren und Maddys Innenleben aber nicht vernachlässigt. Ich hatte nicht das Gefühl, dass irgendetwas fehlte, auch das Erzähltempo war angenehm und ich hab es echt gern gelesen. 

Ich fand schön, wie es sich so nach und nach aufgebaut hat und man nicht genau wusste, wohin die Reise einen jetzt führt. Es war zwar klar, dass mit Olly noch etwas passieren musste, immerhin ist es eine Liebesgeschichte, aber ich habe mich immer gut unterhalten gefühlt. Das Buch hat mich überraschen können. Man hat mit Maddy zusammen so einiges entdeckt, über das Leben, Familie, Freunde und Liebe. 

Die Charaktere mochte ich ganz gern. Maddy und Olly sind ziemlich unterschiedlich, passen aber gut zusammen. Auch fand ich, dass sie gut harmoniert haben. 
Neben den beiden mochte ich auch die Krankenschwester sehr gern. Sie war streng, aber auch warmherzig und sehr sympathisch. Maddy ist für sie ein Teil der Familie. 
Mit der Mutter kam ich nicht so klar, sie tat mir oft leid, aber ich fand sie auch etwas überforsorglich. 

Spoiler!
Das Ende gefiel mir dann auch echt gut. Ich habe nicht erwartet, wie die Auflösung ist, erst ganz kurz davor ist bei mir der Groschen gefallen. Damit hätte ich nicht gerechnet, vielleicht wollte ich es auch nicht. Es ist einfach unfair. Aber immerhin gut für Maddy, dass es endlich aufgelöst wurde. Jetzt ist sie zumindest frei.


Fazit:
Trotz der vielen positiven Eigenschaften des Buches, hat es mich nicht komplett packen können. Der letzte Funke hat gefehlt, was aber nicht schlimm ist. Ich habe mit Maddy gelitten und wollte auch, dass sie mal rauskommt und mehr sieht. Es hat mich spielerisch mitfiebern lassen. Es ist ein echt schönes Buch, dass einen auch berührt und gut mitnimmt. Sehr rund und stimmig. 

Von mir gibt es gute 4 von 5 Herzen!

eure Maria

1 Kommentar:

  1. Ich habe deinen Blog über den Aufruf auf FB gefunden und bin gleich mal Leserin geworden! Das Buch habe ich auch gelesen! Fand es teilweise etwas vorhersehbar! lg

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