Freitag, 24. Oktober 2014

Filmkommentar: "Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth"






Titel: Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth

Genre: Dystopie
Darsteller: Dylan O'Brien, Kaya Scodelario, Thomas Sangster, Will Poulter, Patricia Clarkson, Aml Ameen
Länge: 113 Minuten


-> Rezi zum Buch "Die Auserwählten - Im Labyrinth"







Endlich habe ich es auch ins Kino geschafft. Buchverfilmungen gehen immer und auf diesen Film habe ich mich schon sehr lange gefreut! Allerdings bin ich mir noch nicht sicher, ob ich das Buch oder den Film besser finden soll. 



Die Handlung...
... ist schon etwas anders als im Buch, aber nicht viel. 
Thomas wacht in einer Metallbox auf, die einen Schacht nach oben fährt. Er ist verwirrt und kann sich an nichts erinnern. Als er auf der Lichtung ankommt, will er eigentlich nur weg und die vielen Jungs, auf die er dort trifft, sind keine große Hilfe. Nach dem ersten Schock, bekommt er immerhin eine kleine Einführung ins Labyrinth und die Lichtung. 
Dinge ändern sich. Nachdem einer der Lichter am Tag gestochen wurde und Thomas angegriffen hat, begleitet der Anführer Alby die Läufer ins Labyrinth. Als sie es am Abend nicht zurück in die Lichtung schaffen, rennt Thomas hinein, um zu helfen. Bisher hat noch niemand eine Nacht im Labyrinth überlebt. 

Die Story wurde quasi für das Kinopublikum aufgebessert. So gibt es mehr Action, mehr Nervenkitzel und mehr brenzlige Situationen als im Buch. Natürlich wurde auch einiges gestaucht und weggelassen. Einiges wurde auch zum Besseren Verständnis abgeändert. Aber die Änderungen fand ich jetzt nicht schlimm, damit sollte man eigentlich auch immer rechnen. Ein paar Sachen fand ich sogar besser, als im Buch; so gesehen hat es sich die Waage gehalten.

Die Idee hinter dem Ganzen ist aber sehr spannend. Im Nachklang hat David ein paar Unstimmigkeiten entdeckt, aber im Gesamteindruck gefällt mir das Konzept des Labyrinths richtig gut. Vor allem die filmische Umsetzung des Labyrinths ist richtig genial und viel besser, als erwartet. Jede Nacht verändert es sich, die Tore schließen sich zum Abend und die Viehcher, die da drinnen wohnen haben es in sich. 
Die Griever sehen auch ganz anders aus, als erwartet, aber besser. Ich hatte mit mehr Wurm gerechnet und weniger Maschine. Auch sind sie wesentlich schneller, als gedacht. Die Darstellung passt aber und sie sind schön eklig. Ich würde auch lieber wegrennen, als mich mit ihnen anzulegen! 

Die Charaktere... 
... haben mir gut gefallen und die Besetzung passte wie die Faust aufs Auge!
Thomas ist verwirrt, aber er will etwas ändern und einen Weg von der Lichtung finden. Er ist neugierig und mutig und lässt sich nicht so schnell aufhalten. Weder von Gally noch von den Grievern. Die Rolle wurde von Dylan O'Brien gut ausgefüllt.
Mein Lieblingscharakter im Buch war ja Chuck, weshalb ich mich sehr auf seine Besetzung bzw, Darstellung gefreut habe. Er ist ein kleiner, dicker, ängstlicher Junge, der gern Freunde hätte und mit Thomas versucht über sich hinaus zu wachsen.
Gally habe ich schon im Buch gehasst, aus tiefstem Herzen. Die Besetzung fand ich einfach nur klasse, da Will Poulter schon in Die Chroniken von Narnia - Reise auf der Morgenröte richtig nervig war, passt er super zu Gally. Allerdings ist die Figur im Buch wesentlich nerviger, als im Film. Er will am liebsten für immer auf der Lichtung bleiben und sieht in Thomas eine Bedrohung. Dennoch toll ausgefüllt und schön gespielt. 
Alby, Newt und Minoh haben mir auch gut gefallen. Alby ist der Chef der Gruppe und trägt somit die Verantwortung für alles. Minoh ist der Hüter der Läufer und steht hinter Thomas. Newt hat im Film eine wichtigere Bedeutung als im Buch, kommt mir zumindest so vor. Er ist quasi die Stimme der Vernunft. 
Ich hätte mir manchmal einen stärkeren Fokus auf die Figuren gewünscht, dass ist aber wegen der schieren Masse an Personen kaum möglich. So bleibt Thomas größtenteils im Mittelpunkt.

Die Musik ist richtig toll. Sehr schöne, atmosphärische Instrumentalstücke, die den Film gut begleiten. Sie unterstreicht die Spannung sehr gut bzw. baut sie mit auf. Insgesamt eher düster und drückend. 
Die Geräusche von den Grievern fand ich übrigens richtig creepy. Da konnte man Minohs Fluchtdrang gut nachvollziehen, ich wäre auch weggerannt, wenn ich so ein Vieh gehört hätte. Auch die Geräusche vom und im Labyrinth sind richtig gut geworden, nachts knirscht und kratzt es, wenn sich die Wände bewegen. Eine wirklich tolle Akustik!

Fazit:
Ein toller Film, der mit seiner Buchvorlage mithalten kann! Es ist einfach toll geworden und ich hoffe im Moment, dass der zweite Band auch verfilmt wird. 
Es ist spannend, brutal, dystopisch und macht neugierig auf mehr. 

Viel Spaß beim Filmschauen!
eure Maria

Kommentare:

  1. Hallo liebe Maria,
    durch Katja wurde ich auf deinen Blog aufmerksam und habe mich schon eine Weile umgeschaut : ) Ich glaube mir gefällt es hier.

    Deine Rezension zu diesem Film, den ich leider noch nicht gesehen habe, begeißtert mich. Vor allem weil du genauso zu denken scheinst wie ich : ) Es ist mir tatsächlich genauso klar das ein Buch selten bis gar nie so verfilmt wird oder werden kann wie es im Buche steht ^^ Ich kann mich dennoch, genau wie du, auf die positiven Eigenschaften einlassen und mich darüber freuen.

    Und freuen werde ich mich auch wenn ich nach deiner tollen Rezension den Film anschauen kann : )
    Liebe Grüße
    Romi

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    1. Hi Romi,

      freut mich, dass es dir hier so gut gefällt =) :3

      Wobei ich zugeben muss, dass es mir nicht immer so leicht fällt, bei manchen Filmen war ich echt enttäuscht. Es hat etwas gedauert, bis ich eingesehen habe, dass ein Film kein Buch umsetzen kann. Es ist echt schwer zu sagen, wann eine Verfilmung gelungen ist und wann nicht. Inzwischen versuche ich nur noch danach zu gehen, wie der Film an sich war, ob ich ihn mir wieder angucken würde, etc. Aber das klappt nicht immer :D Kommt vielleicht auch auf die vorherigen Erwartungen an.

      Viel Spaß mit Maze Runner, wénn du ihn siehst ;)

      Liebe Grüße
      Maria

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